Technischer Teil

29.03.08

 

Die vorhandenen Quellen sind alle komplett ungeschützt und somit frei zugänglich für wilde Tiere sowie für Vieh. Diese trinken nicht nur von dem Wasser, sondern erledigen dort auch sämtliche andere Geschäfte wie z.B. Schweine die sich im Quellursprung suhlen.

Die südafrikanische Regierung testete das Wasser einiger Quellen und der Flüsse im Februar 2008. Den Ergebnissen zufolge haben alle Quellen einen sehr hohen Wert an E.-Coli Bakterien und das Wasser ist somit als Trinkwasser nicht geeignet.

Es geht nun darum, das Wasser einzufassen bevor es aus dem Boden kommt und in einen kleines Reservoir zu leiten. Auf diese Weise ist das Wasser vor Bakterien und Schmutz geschützt und kann einfach von den Dorfbewohnern gesammelt und abgefüllt werden.
Das Wasser darf nun auf dem Weg nach Hause nicht mit Bakterien verseucht werden. Wie wir uns darum kümmern kann man hier nachlesen!

Eine Quelle Bild von einer Quelle Bild von einer Quelle

Hier sieht man 3 verschiedene Quellen: Aquena, Ngale, Todweni

In den Hang des Quellgebietes hinein wird ein großer Graben, bis unter die wasserführende Schicht, gegraben (ca. 2-3m tief, V-förmig ca. 5-6 Meter lang).

Hier wird nun ein Dränagerohr eingelegt. Am unteren Ende des Rohrs wird eine wasserdichte Betonmauer aufgebaut, die den V-förmigen Graben wie einen Staudamm verschließt (ca. 1m hoch). Nun wird der Graben ca. 0,5m - 0,7m hoch mit Schotter gefüllt, so dass das Wasser gut zum Dränagerohr durchsickern kann. Die Schotterschicht wird entweder mit Lehm oder mit Beton möglichst wasserdicht verschlossen, so dass kein Oberflächenwasser in die Quelle eindringen kann.

Der Graben wird nun mit dem restlichen Aushub aufgefüllt.
Auf das Ende des Dränagerohrs kommt ein normales PVC-Rohr welches das Wasser, je nach Topographie, in das Reservoir leitet. Überschusswasser aus dem Reservoir wird in eine Tier-Tränke geleitet und anschließend in den natürlichen Verlauf des Baches.
Um die Quelle vor Tieren zu schützen, werden wir evtl. einen Zaun um das Quellgebiet ziehen. Befindet sich die Quelle an einem steilen Hang, so werden wir evtl. Bäume pflanzen um die Fassung vor Erosion zu schützen. Dies werden wir jedoch erst vor Ort entscheiden können.

Bild von einer Quelle

Wir hoffen hier auf rege Unterstützung der Bewohner, denn alleine werden wir solch einen großen Aushub mit Hand und Schaufel nicht realisieren können. Einen Bagger können wir dort nicht verwenden, da keine Straße nach Bulungula führt. Außerdem soll die Quellfassung möglichst einfach gestaltet sein, so dass Bewohner die mitgebaut haben, selbst weitere Quellen fassen können. Es ist unsere Idee, in Zusammenarbeit mit den Dorfbewohnern eine Quelle einzufassen, als Modell, welches dann vom Dorf selbständig vervielfältigt werden kann. Daher werden von Anfang an zwei bis drei Dorfbewohner eingearbeitet werden, die dann die Leitung weiterer Quellfassungen übernehmen können. Unsererseits werden wir die einzelnen Arbeitsschritte dokumentieren und als Mappe Bulungula und benachbarten Dörfern zur Verfügung stellen.