Projektbeschreibung

19.03.09

 

Eastern Cape, Transkei
Bulungula/Nqileni ist ein Dorf von ca. 750 Menschen an der Ostküste Südafrikas. Weder Stromleitungen, noch Schienen, noch Straßen führen zu dem entlegenen Dörfchen am indischen Ozean. Die Transkei war ein Homeland (Reservat) der Xhosa zu Apartheid Zeiten und ist bis heute von der Infrastruktur her kaum erschlossen.

Da die Arbeitslosigkeit sehr groß ist, besteht eine große Landflucht, die meist in den Townships der Großstädte traurig endet.
Dave Martin fühlte sich vor einigen Jahren dazu aufgerufen diesem Phänomen entgegen zu wirken und das Landleben wieder lebenswert und attraktiv zu gestalten. Zusammen mit der Gemeinde Bulungulas erbaute und betreibt er ein Backpackers als Gemeinschaftsprojekt. Für weitere Informationen bitte hier: www.bulungula.com

Bild der Transkei


2007 kam von Dave die Anfrage, ob wir nicht für sauberes Trinkwasser vor Ort sorgen könnten, da im letzten Jahr vier Kinder an Krankheiten -verursacht durch verunreinigtes Trinkwasser- gestorben waren. Die Guest-Lodge versorgt sich selbts mit Regenwasser doch das reicht nicht aus, um das ganze Dorf zu versorgen. Die Regierung verspricht zwar Trinkwasser in den nächsten fünf bis zehn Jahren, doch das ist eine lange Zeit und laut Dave ist dies Versprechen wohl sehr unzuverlässig. Es geht nun also darum den Dorfbewohnern (nicht der Guest-Lodge!) einen Zugang zu suaberem Wasser zu ermöglichen.



Konkret sieht es folgendermaßen aus:
Wie auf den Bildern zu sehen ist, gibt es keinen Dorfkern und daher auch nicht einen einzelnen Dorfbrunnen. Jeweils 5-10 Haushalte beziehen ihr Wasser jeweils aus einer Quelle. Diese Quellen sind nicht gefasst und nicht geschützt. Sie werden sowohl von Menschen, als auch von Tieren genutzt und speisen sich aus Grundwasser.
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, einerseits die Quellen zu fassen und andererseits ein Bewusstsein zu schaffen für Wasserqualität, Hygiene und Wasserschutz. Auf diese Weise gliedert sich das Projekt in zwei Teile, zum einen die technische Umsetzung und zum anderen ein bildend-vermittelnder Teil.

 

Wie in den Newsletters zu lesen ist, haben wir -mit einem Team von neun Mitgliedern- im August 2008 erfolgreich drei Quellen eingefasst und zwei große Feste zur Vermittlung des bildenden Teils veranstaltet. Im März 2009 ist Felix nun vor Ort um sich um die Regenwasser-Sammeltanks zu kümmern und im August wird wieder ein Team von sechs Leuten nach Südafrika reisen um weitere Quellen einzufassen. Auch werden wir bis dann eine zweisprachige Anleitung zur Quelleinfassung fertig stellen, die den Dörfern als Hilfe zur selbständigen Arbeit dienen soll. Zwischenzeitlich finden in Deutschland Treffen unseres Teams statt zur Organisation, Vorbereitung und Planung.